ALLGEIMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN ZUM VERKAUF VON TOURISTIK-PAUSCHALPAKETEN 

1. RECHTSGRUNDLAGE
Der Verkauf von Pauschalpaketen, dessen Gegenstand sowohl im Inland (Italien) als auch im Ausland zu erbringende Dienstleistungen sind, wird geregelt durch das Gesetz Nr. 1084 vom 27.12.1977 zur Ratifizierung und Durchführung des am 23.04.1970 in Brüssel unterzeichneten Internationalen Abkommens über Reiseverträge – soweit es anwendbar ist – sowie durch das italienische Verbrauchergesetz (Codice del Consumo) gemäss der gesetzvertretenden Verordnung Nr. 206 vom 6. September 2005 (Art. 82 – 100) und dessen nachfolgenden Änderungen. 

2. GENEHMIGUNGEN
Der Reiseveranstalter und der Reiseverkäufer, an die sich der Verbraucher wendet, müssen laut den anwendbaren Verwaltungsrechtsvorschriften zur Ausübung ihrer jeweiligen Tätigkeiten berechtigt sein. 

3. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
Im Sinne des vorliegenden Vertrags ist: a) der Reiseveranstalter; dasjenige Subjekt, das die Zusammenstellung der im nachstehenden Art. 4 genannten Reiseleistungen realisiert und sich im eigenen Namen und gegen Pauschalentgelt dazu verpflichtet, Dritten Pauschalpakete zu erbringen. b) der Reiseverkäufer; dasjenige Subjekt, das Pauschalpakete verkauft oder sich dazu verpflichtet, sie zu erbringen, welche im Sinne des nachstehenden Art. 4 gegen ein Pauschalentgelt realisiert werden. c) der Verbraucher von Pauschalpaketen; wer ein Pauschalpaket kauft oder übernimmt bzw. jede andere, eventuell zu benennende Person, in deren Namen sich der Hauptvertragspartner zum Erwerb eines Pauschalpaketes verpflichtet, ohne selbst eine Vergütung zu erhalten, vorausgesetzt, dass die benannte Person alle zur Nutzung der Reiseleistung erforderlichen Bedingungen erfüllt. 

4. DER BEGRIFF "PAUSCHALPAKET"
Der Begriff Pauschalpaket im Sinne des vorliegenden Vertrags bedeutet: Pauschalpakete haben Pauschalreisen (Reisen, Urlaubsaufenthalte und All-Inclusive- Formeln) zum Gegenstand, die sich aus der im voraus festgelegten Kombination von mindestens zweien der nachfolgend aufgeführten Dienstleistungen zusammensetzen, welche zu einem Pauschalpreis verkauft oder zum Verkauf angeboten werden und deren Dauer mehr als 24 Stunden beträgt bzw. mindestens eine Übernachtung beinhaltet; a) Beförderung; b) Unterkunft; c) touristische Dienstleistungen, die in keinem Zusammenhang mit der Beförderung oder der Beherbergung stehen und einen wesentlichen Bestandteil des Touristik- Pauschalpaketes ausmachen (Art. 84 des Cod. Cons.). Der Verbraucher hat das Recht, eine Kopie des Verkaufsvertrages der Pauschalreise zu bekommen (Art. 85 und 86 des Cod. Cons.) Diese kann gemäss Art. 20 der vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch für einen eventuellen Zugang zum Garantiefonds dienen. 

5. PFLICHTAUSKUNFT – TECHNISCHE DATEN
Der Reiseveranstalter untersteht der Pflicht zur Zusammenfassung der technischen Daten im Katalog oder in einem Reiseprogramm ausserhalb des Katalogs. Folgende Pflichtinformationen müssen im Katalog oder in einem separaten Reiseprogramm veröffentlicht werden: - die Daten der Verwaltungsgenehmigung des Veranstalters oder wenn anwendbar, die Genehmigung des Antragformulars - die Daten der Haftpflichtversicherungspolice - der Gültigkeitszeitraum des Katalogs oder des Reiseprogramms - die Regelungen und Bedingungen zur Nennung einer Ersatzperson für den Reisenden (Art. 89 des Cod. Cons.) - die Verfahrensweise für eine eventuelle Anpassung des Reisepreises. (Art. 90 des Cod. Cons.) Der Reiseveranstalter wird ausserdem dem Verbraucher den Namen der Beförderungsunternehmen innerhalb der vom Art. 11 des Reg. CE 2111/2005 vorgeschriebenen Fristen mitteilen. 

6. BUCHUNGEN
Die Reise muss mittels des dazu bestimmten, eventuell elektronischen Vertragsformulars gebucht werden. Das Formular muss vollständig ausgefüllt und vom Kunden unterschrieben werden. Der Kunde wird eine Kopie davon erhalten. Die Annahme der Buchung gilt erst dann als ordnungsgemäss zustande gekommen mit daraus folgendem Vertragsabschluss, wenn der Veranstalter eine entsprechende Bestätigung, auch über ein telematisches System, an den Kunden bzw. an das Reisebüro sendet. Alle weiteren Informationen zur Pauschalreise, die weder im Vertrag noch in Broschüren oder anderen Unterlagen enthalten sind, werden vom Reiseveranstalter pflichtgemäss laut Art. 87, §2 des italienischen Verbrauchergesetzbuchs vor Reisebeginn zur Verfügung gestellt. 

7. ZAHLUNG
Die Höhe der Kaution bis zu max. 30% des Gesamtbetrags, die gleichzeitig zur verbindlichen Buchung zu leisten ist, sowie das Datum (wenigstens 45 Tage vor Reiseantritt), an dem der Restbetrag zu überweisen ist, sind dem Katalog bzw. der Broschüre oder anderen Unterlagen zu entnehmen. Die Nichtzahlung der oben genannten Beträge zu den festgelegten Terminen stellt eine ausdrückliche Auflösungsklausel des Vertrages von Seiten des Reisebüros bzw. des Reiseveranstalters dar. 

8. PREIS
Der Preis des Pauschalpakets wird im Vertrag mit Bezug auf die Angaben im Katalog oder im Programm ausserhalb des Katalogs sowie in den Broschüren, in deren letzter aktueller Fassung gemachten Angaben festgelegt. Er kann bis 20 Tage vor Reiseantritt und nur unter folgenden Voraussetzungen geändert werden: - Änderung der Beförderungskosten (einschliesslich Treibstoffpreis) - Änderung bei Gebühren und Abgaben auf einigen touristischen Dienstleistungen, z.B. Einschiffungs-, Ausschiffungs-, Lande- und Abfluggebühren in Häfen und auf Flughäfen - Änderung der für die betreffenden Pauschalpakete angewendeten Wechselkurse Dabei sind die bei der Veröffentlichung des Reiseplans geltenden Preise und Wechselkurse massgeblich, die im Katalog bzw. in der Tabelle mit den technischen Daten in ihrer aktuellsten Fassung angegeben sind. Die Preisänderungen werden sich auf die Pauschalreise entsprechend dem Anteil niederschlagen, der im Katalog oder im Reiseplan bzw. in der Tabelle mit den technischen Daten ausdrücklich angegeben ist. Die Preiserhöhung darf in keinem Fall 10% des ursprünglichen Preises überschreiten. 

9. ÄNDERUNG ODER STORNIERUNG DER PAUSCHALREISE VOR REISEANTRITT
Falls der Reiseveranstalter bzw. Verkäufer aus einer Notwendigkeit einen oder mehrere Bestandteile des Vertrags vor Reisebeginn erheblich verändert, muss dies dem Verbraucher umgehend schriftlich mitgeteilt werden, wobei die Art der Programm-, sowie der Umfang der Preisänderung angegeben werden muss. Falls der Verbraucher den Änderungsvorschlag laut §1 nicht annimmt, hat er das Recht auf die Rückzahlung der bereits getätigten Zahlungen oder auf die Unterbreitung eines Ersatzangebots laut §2 und §3 des Art. 10. Dasselbe Recht hat der Verbraucher, wenn die Stornierung der Reise wegen Nichterreichens der laut Katalog oder Programms vorgesehenen Mindestzahl an Reiseteilnehmern oder wegen höherer Gewalt erfolgt. Falls die Reise weder wegen Nichterreichens der vorgesehenen Mindestzahl an Reiseteilnehmern noch wegen höherer Gewalt erfolgt und falls der Verbraucher die vom Reiseveranstalter als Ersatz angebotene alternative Pauschalreise nicht akzeptiert oder eine Annullierung der Reise durch den Reiseveranstalter besteht, muss der Reiseveranstalter (gemäss Art. 33 des Cod. Cons.) dem Verbraucher das Zweifache des vom Verbraucher bereits angezahlten Betrags zurückerstatten. Der Betrag der Rückerstattung darf nicht das Zweifache des Betrags überschreiten, der an dem fraglichen Datum der Verbraucher schulden würde, wenn er von sich aus auf die Reise verzichten hätte (Art. 10, §4). 

10. RÜCKTRITT SEITENS DES VERBRAUCHERS
Der Verbraucher kann in den folgenden Fällen vom Vertrag zurücktreten, ohne eine Strafzahlung zu leisten: - Erhöhung des Reisepreises über 10% (siehe Art. 8) - Erhebliche Veränderungen eines oder mehrerer Bestandteile des Vertrags, die objektiv als wesentlich für die Nutzniessung der gesamten Pauschalreise zu betrachten sind. Dies in dem Fall, dass die Änderung vom Reiseveranstalter nach Vertragsabschluss und vor Reisebeginn vorgeschlagen und vom Verbraucher nicht angenommen wurde. In den oben aufgeführten Fällen hat der Verbraucher ein zusätzliches Recht auf: - eine Alternativpauschalreise ohne Preiszuschlag bzw. mit Rückerstattung der Preisdifferenz, wenn die zweite Pauschalreise einen niedrigeren Preis als die erste hat. - die Rückerstattung der schon geleisteten Kaution. Die Rückerstattung muss binnen sieben Arbeitstagen nach dem Erhalt des Rückzahlungsantrags erfolgen. Der Verbraucher muss seine Entscheidung (Annahme der Änderungen oder Rücktritt von der Reise) binnen zwei Arbeitstagen kundtun, nachdem er die Preiserhöhung oder die Änderung mitgeteilt bekommen hat. Falls er seine Entscheidung nicht rechtzeitig mitteilt, gilt der Änderungsvorschlag des Reiseveranstalters als angenommen. Dem Verbraucher, der vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktritt, werden unabhängig von der geleisteten Kaution wie im Art. 7 §1 die Verwaltungskosten, die in der Tabelle mit den technischen Daten des Katalogs oder des Reiseplans angegebene Gebühr, sowie der eventuelle Betrag für Versicherungsleistungen oder weitere schon in Anspruch genommene Dienstleistungen, die beim Vertragsabschluss fällig waren, in Rechnung gestellt. Bei Gruppenreisen werden diese Beträge jeweils bei Vertragsabschluss individuell vereinbart. 

11. ÄNDERUNGEN NACH REISEANTRITT
Falls der Veranstalter nach Reiseantritt nicht in der Lage ist, einen wesentlichen Teil der vorgesehenen Dienstleistungen zu erbringen, mit Ausnahme von persönlichen Gründen des Verbrauchers, muss er ohne Aufpreis Alternativlösungen anbieten. Falls diese einen niedrigeren Wert als die vorgesehenen Dienstleistungen haben, muss er die Preisdifferenz zurück erstatten. Wenn keine Alternativlösung möglich ist, oder die vom Reiseveranstalter angebotene Lösung vom Verbraucher aus belegbaren und gerechtfertigten Gründen abgelehnt wird, muss der Veranstalter ohne Zuschlag ein angemessenes Verkehrsmittel für die Rückfahrt zum Ort des Reiseantritts, oder zu einem anderen vereinbarten Ort zur Verfügung stellen. Zudem muss der Reiseveranstalter dem Verbraucher die Preisdifferenz zwischen den vorgesehenen und den bis zum Tag der vorgezogenen Rückfahrt geleisteten Dienstleistungen zurückzahlen. 

12. ERSATZPERSON
Der vom Vertrag zurück tretende Verbraucher kann sich durch eine andere Person ersetzen lassen, vorausgesetzt dass: a. der Reiseveranstalter mindestens vier Arbeitstage vor dem für den Reiseantritt festgesetzten Datum schriftlich davon in Kenntnis gesetzt und über die Gründe der Abtretung informiert wird und gleichzeitig die Personalien der Ersatzperson erhält. b. die Ersatzperson alle Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Leistungen (Art. 89 des Cod. Cons) und im Besonderen die Anforderungen hinsichtlich Reisepass, Visa und ärztlichen Bescheinigungen erfüllt. c. dieselben Dienstleistungen oder Ersatzdienstleistungen trotz der Übernahme geleistet werden können. d. die Ersatzperson dem Veranstalter sämtliche Zusatzkosten für die Ersetzung in einer vor der Abtretung festgelegten Höhe zurückerstattet. Der Abtretende und der Übernehmende sind ferner als Gesamtschuldner für die Zahlung des Restbetrags sowie der Gebühren gemäss Buchstabe d des vorliegenden Artikels verantwortlich. Alle weiteren Bedingungen der Übernahme eines Reisevertrages sind in der Tabelle mit den technischen Daten angegeben. 

13. PFLICHTEN DES VERBRAUCHERS
Bei den Vertragsverhandlungen und vor dem Vertragsabschluss werden den italienischen Verbrauchern allgemeine, entsprechend dem Druckdatum des Katalogs aktuelle Informationen bezüglich der Gesundheitsvorsorge und Ausreisepapiere zur Verfügung gestellt. Die ausländischen Verbraucher müssen sich die entsprechenden Informationen über die diplomatischen Vertretungen ihres Landes und/oder die entsprechenden staatlichen Informationsstellen besorgen. Auf jeden Fall müssen die Teilnehmer die Gültigkeit und die Aktualität dieser Informationen bei den zuständigen Behörden vor Reiseantritt überprüfen und sich gegebenenfalls diesen anpassen. (Für italienische Verbraucher auf dem lokalen Polizeipräsidium oder beim Auswärtigen Amt über die Website www.viaggiaresicuri.it oder über die Tel-Nr. 0039 (0)6 491115 der Betriebszentrale.) Ohne eine solche Überprüfung haftet der Reiseveranstalter bzw. der Reiseverkäufer nicht dafür, dass einer oder mehrere Verbraucher die Reise nicht antreten dürfen. Die Verbraucher müssen dem Verkäufer bzw. Reiseveranstalter ihre Staatsangehörigkeit mitteilen und sich bei Reiseantritt nochmals vergewissern, dass sie gültige Impfzertifikate, Reisepässe und weitere Ausweise sowie Transit- und Aufenthaltsvisa bzw. –Genehmigungen besitzen, die eventuell für die zu bereisenden Staaten nötig sind. Darüber hinaus muss der Verbraucher sich die offiziellen Informationen beim Auswärtigen Amt besorgen, das ausdrückliche Reisewarnungen abgibt, um die sanitären Zustände und Sicherheitslage der Bestimmungsländer und somit die objektive Nutzbarkeit der erworbenen oder zu erwerbenden Dienstleistungen einzuschätzen (siehe §2). Die Teilnehmer müssen ferner die Regeln normaler Vorsicht und Sorgfalt sowie die in den Bestimmungsländern der Reise gültigen spezifischen Regeln und sämtliche Informationen, die ihnen der Veranstalter und/oder Verkäufer geliefert hat, sowie die administrativen und gesetzlichen Regelungen und Bestimmungen in Bezug auf das Pauschalpaket beachten. Die Teilnehmer haften für sämtliche Schäden, die der Veranstalter und/oder Verkäufer erleiden sollte durch die Nichterfüllung der obenstehenden Pflichten seitens der Teilnehmer. Der Verbraucher ist dazu verpflichtet, dem Reiseveranstalter alle Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die sich in seinem Besitz befinden und die der Reiseveranstalter für die Ausübung des Rechts auf Anspruchsübertragung gegenüber Dritten, die für den eingetretenen Schaden verantwortlich sind, benötigt. Darüber hinaus ist der Verbraucher gegenüber dem Reiseveranstalter hinsichtlich der Nachteile verantwortlich, welcher diesem infolge des Anspruchsübergangs entstehen. Der Verbraucher ist dazu verpflichtet, dem Reiseveranstalter bei der Buchung die erforderlichen persönlichen Daten schriftlich mitzuteilen, die Gegenstand besonderer Vereinbarungen hinsichtlich der Reisedurchführung sein könnten, sofern deren Zustandekommen möglich ist. Der Verbraucher muss den Reiseveranstalter bzw. -verkäufer immer über eventuelle Bedürfnisse und besondere Umstände (Schwangerschaft, Lebensmittelallergien, Behinderung usw.) in Kenntnis setzen und dementsprechende personalisierte Dienstleistungen ausdrücklich erfragen. 

14. KLASSIFIZIERUNG DER UNTERKÜNFTE
Die amtliche Klassifizierung der Beherbergungseinrichtungen wird im Katalog oder anderen Informationsbroschüren ausschliesslich auf der Grundlage der Angaben der zuständigen Behörden des Landes, in denen diese Dienstleistung stattfindet, dargestellt. Bei fehlender amtlicher Klassifizierung auch von Mitgliedstaaten der EU, behält sich der Reiseveranstalter die Möglichkeit vor, im Reisekatalog oder in den Broschüren eine eigene Beschreibung der Beherbergungseinrichtungen zu liefern, um dem Verbraucher die Möglichkeit zu geben, das jeweilige Hotel selbst einzuschätzen und zu akzeptieren. 

15. HAFTUNG
Der Reiseveranstalter haftet für die vom Verbraucher erlittenen Schäden, die aufgrund der teilweisen oder vollständigen Nichterfüllung der vertraglich geschuldeten Leistungen entstanden sind. Dies gilt sowohl für den Fall, dass die Leistungen von dem Reiseveranstalter selbst, als auch für den Fall, dass diese von Dritten zu erbringen sind. Der Reiseveranstalter haftet nicht, wenn er beweisen kann, dass die Schäden vom Verbraucher selbst verursacht wurden (einschliesslich eigenmächtig von diesem im Verlauf der Erbringung der touristischen Dienstleistungen ergriffener Initiativen), oder dass die Schäden auf für die Durchführung der Reise externe bzw. fremde Umstände, auf Zufall oder höhere Gewalt zurückzuführen sind, die der Reiseveranstalter auch bei professioneller Sorgfaltspflicht vernunftgemäss nicht hätte voraussehen oder verhindern können. Der Verkäufer, bei dem die Pauschalreise gebucht wurde, haftet in keinem Fall für die Pflichten, die sich aus der Organisation der Reise ergeben. Er ist ausschliesslich für die Verpflichtungen verantwortlich, die aus seiner Funktion als Vermittler gemäss dem geltenden Recht entstehen. 

16. OBERGRENZE FÜR DEN SCHADENERSATZ
Die Rückerstattung kann keinesfalls höher ausfallen, als die in den Art. 94 und 95 des Verbraucherschutzgesetzes (Codice del Consumo) festgelegten Grenze. 

17. PFLICHT ZUR HILFELEISTUNG
Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, dem Verbraucher in dem Masse Hilfe zu leisten, wie es die professionelle Sorgfalt in dem Verhältnis zu den ihm obliegenden gesetzlichen oder vertraglichen Pflichten erfordert. Der Reiseveranstalter und der Verkäufer sind befreit von der diesbezüglichen Haftung (Art. 15 und 16 dieser AGB), wenn der Vertrag gegenüber dem Verbraucher anfechtbar ist, da dieser den Vertrag nicht oder unrichtig erfüllt hat oder der Vertag abhängig ist von einem Dritten, was für den Reiseveranstalter nicht vorhersehbar war oder im Falle des Zufalls oder höherer Gewalt. 

18. BESCHWERDEN UND ANZEIGEN
Jeglicher Mangel bei der Vertragserfüllung muss von dem Verbraucher ohne Verzögerung angezeigt werden, damit der Reiseveranstalter, sein Vertreter vor Ort oder der Begleiter rechtzeitig Abhilfe schaffen können. Andernfalls darf keine Vertragsverletzung angezeigt werden. Der Verbraucher muss zudem eine Mängelanzeige mittels Einschreiben mit Empfangsbestätigung an den Reiseveranstalter oder den Verkäufer innerhalb von zehn Arbeitstagen nach Rückkehr zum Abfahrtsort aufgeben (gem. Art. 98 des Cod. Cons.). 

19. RÜCKTRISTTSKOSTENVERSICHERUNG UND VERSICHERUNG DES RÜCKTRANSPORTES
Wenn diese nicht ausdrücklich in dem Reisepreis mit inbegriffen sind, ist es möglich bzw. empfehlenswert, bei Abschluss der Buchung in den Büros des Reiseveranstalters oder des Verkäufers eine Rücktrittsversicherung, eine Unfallversicherung und eine Reisegepäckversicherung abzuschliessen. Ausserdem kann eine Versicherung abgeschlossen werden, die die Kosten eines Rücktransportes bei Unfall oder Krankheit deckt. 

20. GARANTIEFONDS
Der Garantiefonds - Fondo Nazionale di Garanzia (Art. 100 des Cod. Cons.) - der zum Schutz der Verbraucher, die im Besitz eines Vertrages sind, eingerichtet wurde, leistet Entschädigung im Fall der Insolvenz oder des Konkurses des Reiseveranstalters oder des Verkäufers. Der Fonds leistet: a) Rückzahlung des gezahlten Reisepreises b) Rückreise im Falle einer Auslandreise Der Fonds muss sofortige Finanzmittel zur Verfügung stellen, um in Notfallsituationen Touristen aus Ländern, die nicht Mitglied der EU sind, zurück zu transportieren, egal ob der Reiseveranstalter für die Notlage verantwortlich ist oder nicht. Die Bedingungen für das Einsetzen des Fonds sind im Dekret des Ministerrates vom 23.07.99, Nr. 349 geregelt und in der Gazzetta Ufficiale Nr. 249 vom 12.10.1999 veröffentlicht. 

ANHANG ALLGEMEINE 

VERTRAGSBEDINGUNGEN ZUM VERKAUF VON EINZELNEN REISELEISTUNGEN

A) ANZUWENDENDES RECHT
Die Verträge, die lediglich die Transportleistung, die Unterbringung oder eine sonstige einzelne Reiseleistung zum Gegenstand haben und nicht als organisierte Reise, insbesondere nicht als Pauschalreise anzusehen sind, unterliegen den folgenden Artikeln des Internationalen Abkommens über Reiseverträge (CCV): Art. 1, Nr. 3 und Nr. 6; Art. 17 bis Art. 23; und Art. 24 bis Art. 31, die insbesondere die Unterschiede zu Verträgen organisierter Reisen und zu den Vereinbarungen in Zusammenhang mit Vertragsabschlüssen, die speziell den Verkauf einzelner Reiseleistungen zum Vertragsgegenstand haben, regeln.

B) VERTRAGSBEDINGUNGEN
Auf solche Verträge sind die nachfolgend angeführten Klauseln der allgemeinen Bedingungen für Pauschalreisen anwendbar: Art. 6 Abs.1; Art. 7 Abs.2; Art. 13; Art. 19. Die Anwendung dieser Klauseln führt nicht dazu, dass die Verträge zu Pauschalreiseverträgen werden. Die Verwendung der Begrifflichkeit der genannten Klauseln bezüglich der Pauschalreiseverträge (Reiseveranstalter usw.) ist daher in Bezug zu den entsprechenden Begriffen des Kaufvertrags von einzelnen Reiseleistungen zu setzen und zu verstehen (Verkäufer, Aufenthalt usw.). 

Genehmigt im September 2007 durch Astoi, Assoviaggi, Assotravel, Fiavet

TECHNISCHE DATEN
Der vorliegende Katalog hat Gültigkeit vom 01/01/2019 tot 31/12/2020

Die vorliegende Preisliste hat Gültigkeit vom 01/01/2019 tot 31/12/2020

Änderungen und Rücktritt vom Pauschalpaket seitens des Verbrauchers

Aus jeder beantragten Änderung seitens des Verbrauchers einer bereits bestätigten Buchung die das Pauschalpaket betrifft, ergibt sich ein Kostenaufwand von 30,00 pro Person, zzgl. der sämtlich damit verbunden Bearbeitungskosten, die zur Erfüllung der Änderung aufgebracht wurden. Die Namensänderung des Verbrauchers, der vom Vertrag zurücktreten will und eine Ersatzperson einsetzen möchte, kann aus verschiedenen Gründen von einem Dritt- Dienstleistungserbringer verweigert werden, auch wenn die Änderung gemäss der vorliegenden Allgemeinen Vertragsbedingungen fristgerecht beantragt wurde (Art. 10, §a). 

Der Reiseveranstalter kann für eine eventuelle Nichtakzeptierung einer Änderung seitens eines Dritt-Dienstleistungserbringers nicht haftbar gemacht werden. Eine Nichtakzeptierung muss vom Veranstalter umgehend und vor Reiseantritt den betreffenden Parteien gemeldet werden. Falls dies ein Rücktritt des Vertrags seitens des Verbrauchers zur Folge hat, werden dieselben Rücktrittsbedingungen, die nachstehend aufgeführt sind, angewendet. Für den Verbraucher wird bei Rücktritt des Vertrags vor Reiseantritt, mit Ausnahme der in Art. 7, §1 aufgeführten Bedingungen und unabhängig einer geleisteten Vorauszahlung wie in Art. 7, §1, eine Bearbeitungsgebühr, die Versicherungsleistungen und sofern auf der Broschüre der einzelnen Produkte nicht anders vermerkt ist und/oder beim Vorgang der Bestätigung der Dienstleistungen, folgende Strafzahlung fällig. Diese steht in Abhängigkeit von der Anzahl verbleibender Tage bis Reiseantritt (Kalendertage; Tag des Rücktritts wird nicht gezählt): 

• 30% des Gesamtpreises der Buchung bis 45 Tage vor Reiseantritt 

• 60% des Gesamtpreises der Buchung bei 44 bis 30 Tage vor Reiseantritt 

• 80% des Gesamtpreises der Buchung bei 29 bis 15 Tage vor Reiseantritt 

• Bei noch kürzerer Frist wird der gesamte Betrag des Pakets verrechnet. 

Hinweis: Die oben aufgeführten Beträge müssen auch bei Nichtantritt der Reise wegen fehlender oder nicht gültiger Dokumente bezahlt werden. Bei Gruppenreisen werden diese Beträge jeweils bei Vertragsabschluss vereinbart.

Reiseversicherung für den Kunden

Beim Kauf eines Touristik-Pauschalpakets ist der Kunde zum Abschluss einer Reiseversicherung zur Abdeckung der Strafzahlung im Falle einer Stornierung des Pauschalpakets zu Lasten des Verbrauchers verpflichtet gemäss Art. 10 der AGB, zur Abdeckung der Kosten von Krankheit, Unfall, Diebstahl, Reisegepäckbeschädigung, Rücktransport usw. Der Kunde kann wählen zwischen dem Abschluss einer Reiseversicherung mit besonders günstigen Bedingungen, die Marche Holiday Spa mit Europe Assistance vereinbart hat, oder eine bereits vorhandene Versicherungspolice mit demselben Gegenstand des Vertrags und denselben Leistungen zukommen lassen. 

Ausflüge und weitere Dienstleistungen am Zielort

Ausflüge oder die allgemein auf Bezahlung in Anspruch genommenen Dienstleistungen am Zielort, die nicht im Touristik-Pauschalpaket inbegriffen sind, sind hinsichtlich der Haftung von zusammengehöriger Tour Operator vom Reisevertrag ausgeschlossen. Eine eventuelle Beschreibung dieser Dienstleistungen im Katalog dient ausschliesslich informativen Zwecken. 

Technische Organisation Marche Holiday spa

Hauptsitz Marche Holiday Spa Verwaltungsgenehmigung Nr. 03/2010 mit Lizenz der Kategorie A und B, ausgestellt von der Gemeinde Acqualagna. 

Privathaftpflichtversicherung 

Es besteht eine Privathaftpflichtversicherung Police No. 102091703 mit UnipolSai Via Stalingrado 45, 40128 Bologna, für die Folgen einer Haftung gegenüber dritten laut Gesetz, für den Versicherten in Funktion als Reiseveranstalter und/oder Reiseverkäufer. 

Pflichterklärung laut Art. 17 des 

Strafgesetzes Nr. 38/2006 Das italienische Gesetz verfolgt Straftaten bezüglich Prostitution und Kinderpornographie, auch wenn sie im Ausland geschehen. 

Informationen zum Datenschutz im Sinne des Art. 13 des 

Gesetzesvertretenden Dekretes Nr. 196/2003 Die Datenverarbeitung, die für den Abschluss und Ausführung des Vertrags notwendig ist, erfolgt unter Berücksichtigung des Datenschutzgesetzes LD 196/2003, in digitaler Form und auf Papier. Die personenbezogenen Daten werden ausschliesslich vom Reiseveranstalter des Touristik-Pauschalpakets genutzt. Der Kunde kann jederzeit Marche Holiday Spa, corso Roma 75, 61041 Acqualagna, Italien - Rechtsinhaber der Datenverarbeitung - kontaktieren, Auskünfte über die gespeicherten Daten verlangen und seine Rechte laut Art. 7 des Gesetzvertretenden Dekrets Nr. 196/03 geltend machen. 

ZUSATZBEDINGUNGEN MARCHEHOLIDAY


Zahlungen
- 30% bei der Buchung als Vorauszahlung, ohne Zusatzkosten mit Kreditkarte
- 70% innerhalb von 45 Tagen vor der Ankunft als Restbetrag zu bezahlen
- Für Buchungen, die später als 45 Tage vor der Ankunft gemacht werden, muss der ganze Betrag bezahlt werden. Die Bezahlung kann per Kreditkarte ohne Zusatzkosten oder per Banküberweisung erfolgen.
- Nach der Zahlung des Restbetrags werden Sie die Reise-Papiere und die Rechnung erhalten.
- Hier finden Sie die Vertragsbedingungen

Überbuchung
Im Falle einer Direktbuchung über die Website behält sich MH bei einer Überbuchung das Recht vor, die Reservierung binnen 24 Stunden abzulehnen. In diesem Fall wird die vollständige Zahlung storniert und ist mit keinerlei Zusatzkosten für die Parteien verbunden. 

Anzuwendendes Recht und gerichtliche Zuständigkeit
Der vorliegende Vertrag unterliegt dem italienischen Recht. Gerichtsstand für alle Rechtsstreitigkeiten ist ausschliesslich der Sitz in Urbino.